Rund um Thun von A-Z

ETAPPE 10
Oktober: Spiez 2,12 km.
Der Ausgangspunkt für die Spiezer-Etappe liegt im Gwatt, genauer gesagt am Ende eines feinen Arms des Thunersees der bis in den Seewinkel hineinragt. Hier befindet sich die Aussichtsplattform auf das Naturschutzgebiet Gwattlischenmoos. Die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Thun informiert mit einer Tafel über das Flachmoor von nationaler Bedeutung. Den Blick ins Innere des Schutzgebietes verschiebe ich auf einen anderen Besuch und bewundere vom Steg aus die aussergewöhnliche Landschaft die sich zum See hin ausbreitet.Der Wanderweg führt Richtung Strättlighügel. Die Grenze verläuft mitten durch ein Grundstück, bevor ich die Hauptstrasse überquere. Auf dem Trottoir finden sich hier mehrere Grenzpunkte. Auf der anderen Seite lese ich Informationen zu Strättligen, einer ehemals eigenständigen Gemeinde. Seit genau 100 Jahren gehört Strättligen nun zur Stadt Thun- herzliche Gratulation zum Jubiläum!Ein Wegweiser verwirrt mich etwas: der Gwattstutz als Weg zum Rosenweg. Wie ist das genau? Thun hat einen Rosenweg in der Lauenen, deshalb muss der Rosenweg hier wohl zu Spiez gehören.Der Alte Gwattstutz führt unter der Bahnlinie durch und steigt dann als Grenzweg gemächlich und stetig an. Rechts der Strasse leben Thuner*innen, links Spiezer*innen. Es bietet sich eine schöne Aussicht auf den Thunersee hinunter und zur Strättligburg hinauf, die Berge sind grösstenteils von Wolkenfetzen verdeckt. Weiter geht’s via Strättlighügel auf den Rosenweg, an dessen Ende ich ein paar Schritte durch einen Garten machen muss, um dem Grenzverlauf folgen zu können. Hier geht es dem Waldrand der Grabematte nach, immer noch aufwärts, vorbei an einer Weide mit Rindern. Auf der Karte sehe ich, dass ich die Grenze jetzt verlassen muss, weil ich sonst über die steilen Felsen der Räckholtere abstürzen würde. Ein kleiner Umweg dem Strässli entlang und durch den Wald führt in eine Sackgasse: auch hier kann ich nicht auf der Grenze gehen, sonst falle ich direkt auf die Hauptstrasse runter. Also zurück und der Hauptstrasse entlang bis zu dem Punkt, wo die Grenze geradewegs übers Chanderbort ins Wasser hinunterführt. Beim Blick in die Tiefe wird mir etwas mulmig. Das Ende dieser Etappe liegt unten in der Kander, ich werde den Grenzpunkt noch suchen. Ich geniesse auf dieser kurzen Wanderung die wunderschönen Herbstfarben der Bäume und das goldene Licht- welch krasser Gegensatz zur anrollenden zweiten Corona-Welle!

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