Frauenrechte sind Menschenrechte

Der 10. Dezember ist der Tag der Menschenrechte, deren erster Artikel mit den Worten beginnt: «Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.»

Nicht zufällig enden heute die «16 Tage gegen Gewalt an Frauen*», die am 25. November mit der internationalen Aktion «Orange the World» ihren Anfang nahmen, als weltweit städtische Wahrzeichen orangefarben beleuchtet wurden. Orange bedeutet Gefahr, das kennen wir alle. Gleichzeitig gilt Orange als die Farbe der Kommunikation. Mit dieser Farbe soll dazu aufgefordert werden, miteinander zu reden und Konflikte auszudiskutieren, statt Gewalt anzuwenden.

Am 1. April 2018 trat die Istanbulkonvention für die Schweiz in Kraft. Sie ist das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt und gilt als das umfassendste internationale Übereinkommen, das sich die Bekämpfung dieser Art von Menschenrechtsverletzung zum Ziel setzt.

Davon ausgehend haben während zweier Jahre acht Frauenorganisationen in Thun und dem Berner Oberland unter dem Titel «We stand up for women» an acht Anlässen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Denn auch bei uns sind Frauen heute noch geschlechterspezifischer Gewalt ausgesetzt. Das Thema der häuslichen Gewalt, deren Opfer mehrheitlich Frauen sind, rückte gerade im Frühling im Zusammenhang mit dem Lockdown vermehrt ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Dunkelziffer ist hoch und die Betroffenen sind auf unsere Unterstützung angewiesen.

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Rund um Thun von A-Z

ETAPPE 11 /
November: Zwieselberg 2,14 km.
Die letzte Etappe beginnt mit der Suche nach dem Grenzpunkt Thun-Spiez-Zwieselberg. Dafür muss ich zuerst die Kander überqueren und dann hinunter in die Schlucht, um ans Wasser zu kommen. Das geht nicht ohne grösseren Umweg, deshalb bin ich heute mit dem Velo unterwegs.Die Fahrt geht ins Hani und von da über die Brücke hinüber in die Erlematte. Der Gitterrostboden der Hanibrücke, auch «Bschüttistäg» genannt, lässt einen hier direkt 35 m tief hinunter auf die Kander blicken- nichts für Menschen mit Höhenangst. Weiter geht’s bis zur Autobahn und dieser entlang Richtung Thun zurück und hinunter an die Kander.
Ein kleines Stück weiter flussaufwärts von der Autobahnbrücke liegt der Grenzpunkt direkt an der Kander. Hier ist ein wunderschöner Ort: das Wasser ist kristallklar und fliesst ruhig in Richtung Thunersee. Ich verweile mit meinen Begleitern eine Weile in der Schlucht und wir sinnieren über den Kanderdurchstich von 1713, der die Landschaft von hier bis hinunter nach Uttigen nachhaltig verändert hat. Und in den 1870er Jahren die Aarekorrektur sowie vor gut 10 Jahren den Bau des Hochwasserentlastungsstollen in Thun nötig machte. Wasser besitzt eine unbändige Kraft, es ist eine Urgewalt.
Die Felswand, das Chanderbort, türmt sich hoch auf. Es ist unmöglich, hier der Grenze zu folgen. Also gehen wir zurück bis zur Schlyffi, die sich kurz vor der Autobahnbrücke befindet und auf deren Rückseite der Glütschbach fliesst. Hier geht es links weg von der Hauptstrasse und der Autobahn entlang. Auf der anderen Seite steht hoch oben die Strättligburg. Trotzdem ist es nicht sehr romantisch, dafür ist der Lärmpegel zu hoch. Die Grenze führt durch den Wald und kommt dem Glütschbach immer wieder nahe oder kreuzt ihn an einer Stelle für ein kurzes Stück. Weiter geht es bis zur Alten Schlyffi. Der Glütschbach fliesst beinahe durch das Haus hindurch. Die Kander trieb hier bis zu ihrer Verlegung die Räder zum Messerschleifen an. Das Gebäude verlor dann seinen Zweck im Zuge der Kanderkorrektur. Das letzte Stück meiner Thun-Umrundung führt durch das Glütschbachtal. Der Wald heisst Chandergrund und Obere Chandergrienwald, auf der anderen Seite der Autobahn ist die Cheibenau. Romantisch tönt das nicht, aber hier am Glütschbach ist es sehr idyllisch.

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Ein JA zum Anstand

Gleich zwei Fahnen für die Konzernverantwortungsinitiative hängen an unserem Gartenzaun. Die Zustimmung bei uns im Haus ist also gross.
Die Konzernverantwortungsinitiative bildet für mich den Begriff Nachhaltigkeit eindrücklich ab, denn sie verlangt den Einklang von Menschen, Umwelt und Wirtschaft – selbstverständlich auf der ganzen Welt.
Mit Logik ist ja nicht zu erfassen, warum für Schweizer Konzerne im Ausland nicht gelten soll, was hierzulande gilt. Kinder, die zu Kinderarbeit gezwungen werden, sind auch im Ausland Kinder, die zu Kinderarbeit gezwungen werden. Es spielt auch absolut keine Rolle, durch welche Gegend ein vergifteter Fluss fliesst. Ist der Verursacher der Umweltkatastrophe ein Schweizer Konzern, soll er in der Schweiz dafür zur Rechenschaft gezogen werden können. Denn Umweltschutz und Menschenrechte hören nicht an der Grenze unseres kleinen Landes auf.
Schweizer Grosskonzerne wie Syngenta, Glencore oder der Metallkonzern IXM dürfen nicht auf Kosten von Menschen und Umwelt Riesengewinne erzielen, während wir unser kleines Gärtchen «Schweiz» hegen und pflegen und so tun, als sähen wir nicht, was ausserhalb des Gartenzauns geschieht.

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Rund um Thun von A-Z

ETAPPE 10 /
Oktober: SPIEZ 2.12 km
Der Ausgangspunkt für die Spiezer-Etappe liegt im Gwatt, genauer gesagt am Ende eines feinen Arms des Thunersees der bis in den Seewinkel hineinragt. Hier befindet sich die Aussichtsplattform auf das Naturschutzgebiet Gwattlischenmoos. Die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Thun informiert mit einer Tafel über das Flachmoor von nationaler Bedeutung. Den Blick ins Innere des Schutzgebietes verschiebe ich auf einen anderen Besuch und bewundere vom Steg aus die aussergewöhnliche Landschaft die sich zum See hin ausbreitet.Der Wanderweg führt Richtung Strättlighügel. Die Grenze verläuft mitten durch ein Grundstück, bevor ich die Hauptstrasse überquere. Auf dem Trottoir finden sich hier mehrere Grenzpunkte. Auf der anderen Seite lese ich Informationen zu Strättligen, einer ehemals eigenständigen Gemeinde. Seit genau 100 Jahren gehört Strättligen nun zur Stadt Thun- herzliche Gratulation zum Jubiläum!Ein Wegweiser verwirrt mich etwas: der Gwattstutz als Weg zum Rosenweg. Wie ist das genau? Thun hat einen Rosenweg in der Lauenen, deshalb muss der Rosenweg hier wohl zu Spiez gehören.Der Alte Gwattstutz führt unter der Bahnlinie durch und steigt dann als Grenzweg gemächlich und stetig an. Rechts der Strasse leben Thuner*innen, links Spiezer*innen. Es bietet sich eine schöne Aussicht auf den Thunersee hinunter und zur Strättligburg hinauf, die Berge sind grösstenteils von Wolkenfetzen verdeckt. Weiter geht’s via Strättlighügel auf den Rosenweg, an dessen Ende ich ein paar Schritte durch einen Garten machen muss, um dem Grenzverlauf folgen zu können. Hier geht es dem Waldrand der Grabematte nach, immer noch aufwärts, vorbei an einer Weide mit Rindern.

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Rund um Thun von A-Z

ETAPPE 9 /
September: SEE (Staat) 3.57 km
Ich stehe am Ufer des Quais nach Hünibach gegenüber der südöstlichen Ecke des Schadauparks. Genau in der Mitte dieser Achse befindet sich der Grenzpunkt von Thun zum See. Der Thunersee als sechstgrösster See der Schweiz ist im Besitz des Kantons Bern. Also, wie komme ich vom Land ins Wasser? Für diese Etappe wähle ich einen bequemen Weg, nämlich den übers Wasser und so liess sich auch mein Sohn Lukas nicht zwei Mal bitten für die Begleitung.
Monika Meier, eine passionierte Seglerin und seit Jahren Junior*innenverantwortliche im TYC, nimmt mich mit im Boot. So ergibt sich eine ganz andere Sicht auf die Grenze. Normalerweise bewundere ich die Aussicht vom Land übers Wasser zu den Bergen, heute betrachte ich Thun für einmal vom See aus. Sozusagen ein Blick zurück. Und ein Blick ins Bilderbuch-Thun.
Bereits kurz nach dem Start kommt das Schloss Schadau ins Bild. Nicht nur von aussen, sondern auch von innen betrachtet ein wahres Bijou. In der Parkanlage befindet sich das Thun-Panorama mit dem Rundbild von Marquard Wocher und am Aarebecken liegt die Kirche Scherzligen. Vom Schadaupark aus eröffnet sich die atemberaubende Aussicht auf die Berner Alpen. Am anderen Ende des Parks befindet sich mein Lieblingsbadeplatz.
Dem Ufer entlang reihen sich nun die Schiffswerft, der Lachenkanal mit dem Hafen, das im neuen Glanz erstrahlende Strandbad, dann das Grunderinseli. In diesem Jahr ist aussergewöhnlich, dass die grosse Tribüne der Thunerseespiele fehlt, natürlich wegen Corona. Auf den Sport- und Freizeitanlagen im Lachen ist hingegen Betrieb, ebenso im Yachtclub, wo an diesem Wochenende die Optimist Swiss Championship stattfindet.

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Solidarität kennt keine Frist

Der Lockdown und die damit einhergehende Schliessung aller Geschäfte, Gastrobetriebe und Kulturlokale waren ein Schock. Ich begrüsste deshalb den Solidaritätsfonds der Stadt Thun in der Höhe von 2 Mio. Franken. Doch diese gut gemeinte Massnahme zeigt offenbar nicht die erwünschte Wirkung. 300 Gesuche waren erwartet worden; 26 gingen bis Mitte September ein; nur 10% der 2 Mio. Franken wurden bisher gesprochen.

Ich wollte dazu Genaueres wissen und fühlte deshalb dem Gemeinderat an der Stadtratssitzung vom 17. September in der Fragestunde F18/2020 etwas auf den Zahn. Zusammengefasst lautet dessen Antwort: Die Hilfsmassnahmen von Bund und Kanton genügen offensichtlich und decken einen grossen Teil der benötigten Unterstützung ab. Zudem vermutet der Gemeinderat, dass die negativen Auswirkungen in Thun bisher allgemein weniger gravierend ausfallen als im Frühjahr befürchtet.

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Rund um Thun von A-Z

ETAPPE 8 /
August: HILTERFINGEN 1.05 km
Ich stehe am Start mitten im Bachbett des Hünibachs in der Cholereschlucht. Im Gegensatz zur letzten Etappe ist dies ein Sonntagsspaziergang, entsprechend ist meine Ausrüstung. Heute habe ich eine Begleiterin aus der Nachbargemeinde Hilterfingen: Yvonne Christen Townsend. Wir treffen uns am Grenzpunkt unter der Hundschüpfeflue und spazieren durch den romantischen unteren Teil der Cholereschlucht entlang des Wanderwegs. Yvonne kennt sich bestens aus, sie ist in Hünibach aufgewachsen und lebt mit ihrer Familie immer noch hier. Auf dieser Wanderung erfahre ich deshalb viel Interessantes und Erstaunliches über das Grenzgebiet Thun-Hilterfingen.
Als wir aus dem Wald herauskommen, eröffnet sich der Blick Richtung Stockhorn und Niesen. Noch immer ist es hier sehr ländlich und die nächsten Häuser haben keine Strassenzufahrt. Dafür ist es angenehm ruhig, auch für die Schafe auf der Weide. Wir besuchen das wunderhübsche Labyrinth am Bach, das BewohnerInnen der Cholere geschaffen haben. Es geht weiter bergab ins Quartier wo wir die Brücke überqueren. Beim Kreisel nehmen wir die Rufelistrasse, die das Thuner Quartier Ried/ Rufeli und das Hilterfinger Quartier Chartreuse trennt und ganz offensichtlich ein Schulweg ist. Yvonne erzählt von der Herausforderung der Schulzuteilung zwischen den beiden Gemeinden und dass dieses Thema die Gemüter immer wieder erhitzt. Verständlich, weil die Gemeindegrenze scheinbar willkürlich ein Dorf trennt. Wir sind in Hünibach unterwegs, das je zur Hälfte auf Thuner und Hilterfinger Boden liegt, aber eine eigene Postleitzahl hat. Linkerhand ist der Wald, für den ich verschiedene Namen gefunden habe: Einheimische sagen «Chartreuse-Wäldli», er heisst aber auch «Bächihölzli». Im Schatten wandern wir hinunter zur Hauptstrasse wo mich Yvonne auf eine Besonderheit aufmerksam macht: der Velostreifen hört exakt auf der Gemeindegrenze zu Hilterfingenauf- ein Rätsel, das zu Gunsten der Velofahrer*innen unbedingt gelöst werden sollte. Der Benatzky-Weg, benannt nach dem berühmten Komponisten der hier einige Zeit lebte, führt hinunter zum See wo die Grenze mitten im Aarebecken endet. Überwältigend ist der Blick hinüber zur Schadau, über den See und hoch zu den Alpen. Viele Menschen sind unterwegs auf dem Quai oder richten sich einen Badeplatz ein. Kein Wunder, denn hier ist Thun so schön wie im Bilderbuch. Danke Yvonne für den schönen Spaziergang entlang unserer gemeinsamen Grenze!

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Rund um Thun von A-Z

ETAPPE 7 /
Juli: HEILIGENSCHWENDI 4.05 km
Start ist in Goldiwil oberhalb der Multenegg beim Grenzstein. Von hier hat man schöne Aussichten in Richtung Nord-Ost und Süd-West an diesem wunderbaren Sonntag. Es geht abwärts durch die Weiden vom Trummerli, vorbei an Brunnenstuben, einem Feld voller Zittergras bis zum Pumpwerk des Sanatoriums. Gleich dahinter muss ich mich bücken für den Einstieg durchs Gehölz in den Choleregrabe. Das ist das Tor zu einer urtümlichen und zauberhaften Welt. Der Bach, der die Grenze macht, heisst Hünibach und wird auf seinem Weg in den Thunersee von vielen kleinen Bächen mit lustigen Namen wie Holländergräbli, Schoubhusgräbli oder Hundschüpfegräbli gespeist. Der Grenzweg ist anspruchsvoll und ich komme nur langsam vorwärts, muss ich mir den Weg durch und neben dem Bachbett doch selber suchen. Ich bin froh um meine Begleiter und um meine wasserdichten Wanderschuhe.
Mit Moos bewachsene Baumstämme, Wasserfälle, der frische Duft des Waldes und durchbrechende Sonnenstrahlen machen diese Wanderung zu einem sehr besonderen Erlebnis. Irgendwann nach derBrücke, die vom Eichgut in die Grabemüli führt, werden die Hänge immer steiler und die Nagelfluh immer glitschiger, so dass es mir zu gefährlich wird und ich die Grenze verlassen muss Richtung Unders Eichguet. Es geht zuerst dem Wanderweg durch den Rainwald und dann ein Stück der Strasse entlang bis zum Einstieg in die Cholereschlucht, wo man einen kurzen Blick auf den See erhaschen kann. Auf diesem Wegstück verpflege ich mich mit herrlich mundenden Himbeeren. Im oberen Teil der Schlucht ist es unmöglich, der Grenze zu folgen, weil der Hünibach hier wild und ungezähmt in die Tiefe stürzt, ein faszinierendes und tosendes Schauspiel. Die Nagelfluhwände des Lätzebergs auf der Thuner- und der Hundschüpfeflue auf der Heiligenschwendi-Seite ragen imposant in den Himmel hoch. Kein Wunder, dass der Weg durch die Schlucht immer wieder befestigt werden muss. Leider konnte ich den Grenzstein, der diese abenteuerliche Etappe beendet, im Bach nicht finden.

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Rund um Thun von A-Z

ETAPPE 6 /
Juni: HOMBERG 1,86 km
Start im Dreiholz. Von hier geht es steil aufwärts. Ein Blick zurück Richtung Bern lohnt sich. Rechterhand zu Goldiwil hin stehen ein paar prächtige, sehr alte Bäume. Oben am Hang ist linkerhand die Bergstation des Skilifts Homberg- fast wäre Thun auch noch ein Skigebiet. Hier geniesse ich die schöne Aussicht über die Kirche Buchen hinweg in meine alte Heimat, das Dorf Schwarzenegg. Nun führt die Grenze dem Waldrand entlang bis zum Grenzstein und dann scharf rechts hinein in den Waldund schnurgerade hoch auf die Winteregg. Der Wanderweg führt durch den lauschigen Wald mit Ausblicken auf Weiden links und auf die Berge rechts. Aus dem Wald gehts hinaus auf eine Alpweide und über den Rain hoch zur Egg. Hier mahnt nichts mehr an Stadt, vielmehr gibt es hier Mutterkuhhaltung, die Ortsbezeichnung lautet Chäsbode. Die Egg ist der höchste Punkt von Thun: 1172m ü.M. Der Panoramaausblick ist wunderbar in alle Richtungen. Auf der Egg gibt es dank der Schule Goldiwil viel Interessantes zu lesen: die Wegweiser zeigen Richtung und Distanz zu Städten auf der ganzen Welt. Eine Pause auf dem Bänkli tut gut. Die Gipfelvon Stockhorn, Niesen und der Berner Alpen sind in Wolken gehüllt. In schöne Wolken, die einen schönen Himmel zeichnen. Nun folgt noch der sanfte Abstieg Richtung Multenegg, wo die Grenze kurz vor der Busstation endet. Eine kurze aber wunderbare Wanderung.

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Frauen*streik 2020 in Zeiten von Corona

Ein Jahr nach dem Frauen*streik vom 14. Juni 2019 stehen wir wegen der Corona-Krise vor unerwarteten zusätzlichen Herausforderungen: Wie können die akuten Folgen der Krise bewältigt werden? Die letzten Wochen haben gezeigt, dass vor allem Frauen* in systemrelevanten und gleichzeitig schlecht bezahlten Berufen wie Kinderbetreuung, Detailhandel, Reinigung und Pflege arbeiten. Und dazu den grossen Teil der unbezahlten Care-Arbeit leisten. Es braucht dringend Fortschritte in Gleichstellung, Lohngleichheit und Lohngerechtigkeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Unterstützung von Migrant*innen. Auf den Punkt gebracht: Respekt, mehr Lohn, mehr Zeit – jetzt erst recht!
Frauen* sind durch die Corona-Krise mehrschichtig betroffen. Deshalb unterstütze ich den Appell an den Bundesrat und das Parlament «Wann, wenn nicht jetzt? Frauen* zählen!»

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