Mein Nein zur Abschaffung der Stempelsteuer
Am 13. Februar stimmen wir รผber die Stempelsteuer ab, genauer gesagt รผber die Emissionsabgabe als eine von drei Stempelabgaben. Doch was ist das รผberhaupt? Die Emissionsabgabe fรคllt an, wenn eine Firma gegrรผndet oder vergrรถssert werden soll, indem dieses Unternehmen z.B. Aktien oder Genossenschaftsanteile ausgibt. Sie betrรคgt 1%. Und sie fรคllt nur an, sofern die Firma bereits รผber mehr als 1 Mio Franken Eigenkapital verfรผgt. Stempelabgaben entsprechen im Finanzbereich der Mehrwertsteuer, die wir fรผr unseren Konsum bezahlen.
Von den rund 600’000 Schweizer Unternehmen bezahlten im Jahr 2020 rund 2300 Unternehmen eine Emissionsabgabe. Die meisten dieser Unternehmen bezahlten eine geringe Emissionsabgabe, wรคhrend rund 50 Unternehmen je mehr als eine halbe Million bezahlten und somit fรผr rund die Hรคlfte der Steuern aufkamen. Von der Abschaffung profitieren also nur sehr wenige Grossunternehmen und ganz sicher nicht die Arbeitnehmenden.
Wird die Stempelsteuer abgeschafft, so rechnet man mit Steuerausfรคllen von ca. 250 Millionen Franken jรคhrlich. Dass gerade jetzt, wo viele Branchen und KMU unter den Folgen der Corona-Krise leiden, auf jรคhrlich 250 Millionen Steuereinnahmen verzichtet werden soll, finde ich besonders stรถrend. Dieses Geld wird letztendlich den Spitรคlern, dem รV, fรผr Prรคmienverbilligungen, den Schulen und nicht zuletzt den dringend benรถtigten Massnahmen zum Klimaschutz fehlen. Es darf nicht sein, dass nur noch Lohn, Konsum und Renten besteuert werden.
So funktioniert die Stempelsteuer

