Doppelt verankert – Doppelt sinnvoll
Am 18. Oktober 2025 nominierte mich der SP Regionalverband Thun für eine zweite Legislatur als Grossrätin. Die Gesamterneuerungswahlen des Grossen Rates des Kantons Bern finden am 29. März 2026 statt. Die Nomination freut mich sehr und ich danke den Delegierten an dieser Stelle nochmals für ihr Vertrauen in meine politische Tätigkeit.
Rückblickend stelle ich fest: Trotz des relativ grossen Aufwands macht das Doppelmandat – Gemeinderätin und Grossrätin – durchaus Sinn. In vielen Belangen ist der Kanton der übergeordnete Gesetzgeber, wonach sich dann die kommunale Politik zu richten hat. So sind beispielsweise die Lohnentscheide der Lehrpersonen beim Kanton angesiedelt. In der Sommersession 2025 behandelten wir einen Vorstoss von bürgerlicher Seite, der den Schulleitungen Kompetenzen bei der Beurteilung von Lehrpersonen ohne Lehrdiplom gewähren wollte, was wiederum Einfluss auf die Gehaltsberechnung hätte haben sollen. Als Thuner Gemeinderätin stehe ich der Bildung vor und ich kenne die Arbeitslast der Schulleitungen. Es war mir ein Anliegen, zu verhindern, dass diese zunimmt. Im Namen der SP-Fraktion setzte ich mich in meinem Votum dafür ein, dass «die Anstellungs- und Lohnbedingungen für Lehrpersonen im ganzen Kanton genau gleich und damit rechtsgleich sind. Der Wettbewerb um Personal soll nicht über den Lohn stattfinden, sondern über eigenständige Profile der Schulen.» Der Vorstoss fand im Grossrat zum Glück keine Mehrheit.
